Häufig gestellte Fragen zur Baufinanzierung

Versicherungslexikon
FAQ Baufinanzierung:
  • 1. Wie hoch sollte bei der Baufinanzierung das Eigenkapital sein ?



    Wer ein Hausbau oder Immobilienkauf mit einem Hypothekendarlehen finanzieren möchte, sollte eines wissen: Je mehr Geld er mit einbringt, desto weniger zahlt er für den Kredit. Dagegen steigt für Kunden mit geringem Eigenkapital mit dem Ausfallrisiko die Zinsen. Kunden sollten deshalb ein gewissen Kapital sich bereits erspart haben. Zwar bieten Banken auch eine Finanzierung ohne eigene Mittel an, doch lohnt sich die Gesamtfinanzierung in der Regel nicht. Es gilt die Faustregel: Eigenheimbauer sollten mindestens ein Fünftel der Bau- oder Kaufkosten aus der eigenen Tasche zahlen können.
  • 2. Welcher Unterschied besteht zwischen Nominal- und Effektivzins ?



    Der Nominalzins ist der Zinssatz, den die Bank seinem Kunden für die Darlehenssumme berechnet. Dieser Satz gibt nur einen Teil der Kosten wieder, die der Kreditnehmer zahlt. Beim Kreditvergleich ist es daher sinnvoller, auf den Effektivzins zu achten. Denn er beinhaltet einen Großteil der Kosten für das Darlehen, zum Beispiel auch die Bearbeitungsgebühren. Der Kreditgeber ist gesetzlich verpflichtet, stets den Effektivzinssatz mit anzugeben. Allerdings sollten Kunden berücksichtigen, dass auch diese Angabe nicht alle Kosten erfasst. So beinhaltet der Effektivzins zum Beispiel nicht die Kontoführungsgebühren oder anfallende Schätzgebühren.

  • 3. Welche Zinsbindung macht sich bezahlt ?



    Grundsätzlich gilt für die Zinsbindung beim Hypothekendarlehen: Eine längere Zinsbindung lohnt sich bei einem niedrigen Zinsniveau. Denn hier die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Zinsen auf dem Markt langfristig steigen. Der Kunde zahlt den vereinbarten alten Zinssatz weiter. Jedoch sollten Baufinanzierer die Zinsbindungsfrist nicht nur am Zinsniveau festmachen, sondern auch mit der Dauer des Hausbesitzes abstimmen.
  • 4. Wann können Baufinanzierer eine Sondertilgung vereinbaren ?



    Eine Sondertilgung kann sich lohnen, wenn der Kreditnehmer bereits einen größeren Teil seiner Schuld getilgt hat und das Zinsniveau günstiger ist als der vereinbarte Zinssatz. Dann ermöglichen einige Banken eine Sondertilgung von bis zu fünf Prozent im Jahr. Allerdings berechnen sie für eine frühzeitige Kredittilgung in der Regel zusätzliche Gebühren, um ihre Gewinnverluste zurückzuholen. Deshalb sollten Kreditsuchende sich am besten vor Vertragsabschluss bei ihrer Bank informieren, welche Voraussetzungen sie für eine Sondertilgung erfüllen müssen und wie hoch die zusätzlichen Kosten dafür sind.
  • 5. Was verstehen Banken unter einem Forwarddarlehen ?



    Wer in Zukunft ein Baudarlehen aufnehmen möchte, kann sich mit einem Forwarddarlehen vergünstigte Konditionen sichern. Hierbei schließt er bereits heute ein Kreditvertrag für morgen ab und vereinbart verbindlich Zinssatz und Tilgungsrate. Für die Zinssicherung berechnet die Bank allerdings einen Aufschlag. Die Bank zahlt das Darlehen aus, wenn entweder die alte Zinsbindung ausläuft oder der Bauherr den Termin für den Hausbau festlegt.
  • 6. Was ist ein Disagio ?



    Ein Disagio ist der Differenzbetrag zwischen Darlehenssumme und Auszahlungssumme. Denn Banken ziehen vom Darlehen bestimmte Kosten ab, zum Beispiel Bearbeitungsgebühren und vorweggenommene Zinsen. Für Baufinanzierer mach sich ein Disagio nicht bezahlt, da sie ihn nicht steuerlich absetzen können.
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